Stille Geburt – archaische Trauer

eine Gestalttherapeutische-Prozess-Gruppe

Menschen, die ein totes Kind geboren haben, oder deren Baby während oder kurz nach der Geburt stirbt, sowie deren Partner*innen können in einen tiefen, umwälzenden, existenziellen Prozess stürzen. 

Überwältigende Angst, existenzieller Schmerz, mörderische Wut, Einsamkeit, vehemente Abgrenzung, unverstanden sein, Überforderung. hohe Sensibilität.

 

Gleichzeitig sind Menschen im Trauerprozess besonders offen für die Zwischenwelten. Tara Brach beschreibt das so schön in ihrem Buch "True Refuge": “In the Lakota/Sioux tradition, a person who is grieving is considered most waken, most holy. There's a sense that when someone is struck by the sudden lightning of loss, he or she stands on the threshold of the spirit world. The prayers of those who grieve are considered especially strong, and it is proper to ask them for their help.
You might recall what it's like to be with someone who has grieved deeply. The person has no layer of protection, nothing left to defend. The mystery is looking out through that person's eyes. For the time being, he or she has accepted the reality of loss and has stopped clinging to the past or grasping at the future. In the groundless openness of sorrow, there is a wholeness of presence and a deep natural wisdom.”

 

Diese Gruppe schafft einen sicheren Raum für die Zustände und die Intensität, die eh da sind und sonst nicht da sein können, gleichermaßen für die wilden, wie für die feinen, zarten Prozesse.

Wir weben die individuellen Prozesse in den kollektiven Raum der Gruppe. Beschäftigen uns mit den Gefühlen, die auftauchen. Mit den Körpern, die so nah mit dem Tod in Kontakt gekommen sind. Mit der Beziehung zum toten Kind.

 

 

Seit ich mit einer Frau und Freundin, die eine tote Tochter geboren hat, für eine Gestaltsession im Wald war und wir dort danach auf Wildschweinknochen gestoßen sind, die uns beide so fasziniert haben, ist das Wildschwein in mir das Symboltier für diese Gruppe. Das Wildschwein ruft in mir Assoziationen wach von Gewichtigkeit, von mit der Schnauze die essenziellen Dinge hochwühlen, von Urkraft und Verbundenheit in der Gruppe, vom unbedingten Schützen der Jungen, tiefer Erdverbundenheit. Verbundenheit zu der Erde, in der wir unsere toten Kinder begraben haben.

 Die Wildschweinzähne

 

Ein paar Tage später, in Vorbereitung auf die Kreation dieser Gruppe, hat sie mir aus einem Krafttierbuch über das Wildschwein vorgelesen:

 

„Das (Wild-)Schwein symbolisiert die Höhle der Einweihung, die Gebärmutter der Schöpferkraft, das Gewölbe des Kosmos. … Es führt dich ein in die Kraft von Mutter Erde…. liefert dir den notwendigen Schwung, deiner Schöpferkraft Ausdruck zu verleihen, Verletzungen zu heilen, deine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, die Schätze in dir zu bergen. … es steht für Wildheit und Abgrenzung, gibt dir Kraft dich zu wehren, dein Revier deutlich zu machen und zu schützen.

Es lehrt die Magie des Schlamms und des Dreckes. … als gewichtiges Tier, steht es für Stabilität, Halt und Kraft sowie die heilende, heilige Kraft der Erde.“ (Krafttiere begleiten mein Leben; Jeanne Ruland)

  


Für wen: Menschen, die ein totes Kind geboren haben. Auch wenn dies schon viele Jahre her ist sowie für Menschen, die schon eine Beziehung zu einem Kind hatten, welches um die Geburt herum gestorben ist, wie z.B. Partner*innen, die der Verlust aus der Bahn wirft.

 

Selbstverständlich freue ich mich über jede Form von Regenbogeneltern.

 

Ich freue mich über einen kontinuierlichen Gruppenkern, da dies auch die Prozesse stärker trägt. Wenn für dich ein Rhythmus von zB 2x im Jahr gut ist, ist auch das willkommen.

 

wo: Berlin Kreuzberg

 

wann: 2019 monatlich jeweils 18-21 Uhr, an wechselnden Wochentagen

 

 

Di, 18.6. (ausnahmsweise 18:30)

 

So 7.7. 

 

Fr 9.8. 

 

Di 10.9.

 

Fr 11.10. 

 

Di 5.11.

 

So 8.12.

 

 

wieviel: pro Abend 35€/25€ wen es gerade hart trifft auch 15€

 

Ich freue mich, wenn du mir eine kurze Nachricht schreibst, wenn du kommen möchtest, oder mit dem Gedanken spielst. liliangwenda@posteo.de

 

 

Hier noch ein paar Ideen und Adressen die richtig hilfreich sein können für deinen Trauerprozess:

 

Körperarbeit: weil sich traumatische Erlebnisse auch im Körper speichern. Auch über Jahre.

zB www.corinnaborchert.com

oder Aquabalancing, Körperarbeit im Wasser mit Maike Ahlers: maike@diewassertropfen.de, die selbst vor vielen Jahren einen Sohn während der Geburt verlor.

 

Körperübungen:

Trauma Releasing Exercises (TRE)

es gibt Seminare, aber auch ein Buch, wie man es selbst lernen kann.

 

Bücher:

"Gestern war ich noch schwanger" Nicole Schäufler

Ein berührendes Kunst- und Bilderbuch einer Frau die ihr Kind in der Schwangerschaft verloren hat

 

"Spuren kleiner Füße" Klaus Schäfer

Erste Hilfe nach dem Tod eines Kindes. Mit Informationen und Ideen zu Rechtlichem, Ritualen und Trauer.

 

"Gemeinsam trauern - gemeinsam weiter lieben" Roland und Christa Majer-Kachler

ein Buch für Paare. Weil das Paar bleiben eine reisen Herausforderung ist, wenn das Baby stirbt.

 

"Gute Hoffnung - Jähes Ende" Hannah Lottrop

ein umfangreiches und detailliertes Begleitbuch für Eltern die ihr Baby verloren haben und alle, die sie unterstützen wollen.